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Valentin Schiedermairs jüngste Asien-Tourneen führten ihn durch fünfzehn Städte in China, Taiwan und Singapur. Wie schon im Vorjahr endete das letzte Konzert in Taipei erst nach fünf Zugaben und die Universität Shenzhen (icon-info) verlieh ihm für seine Verdienste um den musikalischen Austausch zwischen Deutschland und China eine Gastprofessur. Denn ein Auftritt von Valentin Schiedermair ist mehr als ein Konzert... es ist ein musikalisches Ereignis. Der in London lebende deutsche Pianist hält sein Publikum in Atem und schafft dank seiner reichen Konzerterfahrung einen musikalischen Spannungsbogen, der das Publikum auf eine musikalische Reise führt. Sein Ziel ist einfach – das Erlebnis großer Musik mit seinem Publikum zu teilen.

Schiedermair, der in der ausverkauften Berliner Philharmonie debütierte, studierte mit einigen der besten Lehrer und hat die ihm eigene Mischung aus Virtuosität und interpretatorischem Verständnis seit 20 Jahren in Klavierabenden und Konzerten mit Orchester entwickelt.

Er stammt aus einer alten Musiker- und Gelehrtenfamilie, deren musikalische Wurzeln bis in das 18. Jahrhundert reichen. Mit seinem Vater am Cello sammelte er erste Kammermusikerfahrung und hatte Klavierunterricht bei Elisabeth Bleile in Heidelberg, einer Schülerin von Frieda Kwast-Hodapp, die Regers Klavierkonzert und dessen Telemann-Variationen sowie Fortners Klavierkonzert uraufgeführt hatte.

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Sein Urgroßvater Ludwig Schiedermair war ein enger Freund Regers und selbst Komponist und Pianist. Als einer der führenden Musikwissenschaftler seiner Zeit gründete er das Beethoven-Archiv in Bonn, heute das weltweit bedeutendste Forschungszentrum für Beethovens Musik. Schon vor seinem Abitur am humanistischen Gymnasium begann Valentin Schiedermair bei Paul Dan an der Musikhochschule Heidelberg-Mannheim zu studieren. Dies führte zu einigen Preisen und Unterricht mit der Chopin-Preisträgerin Halina Czerny-Stefanska und ihrem Mann, dem führenden polnischen Pädagogen Ludwig Stefanski. Mit 20 gewann er einen weiteren Preis in Barcelona und wurde als einer von zwei deutschen Studenten der darstellenden Künste ausgewählt, mit einem Stipendium in New York zu studieren, wo ihn ein interessantes pianistisches Umfeld erwartete.

Schiedermair hörte Horowitz in Carnegie Hall und nahm Unterricht bei Gary Graffman, einem Lieblingsschüler von Horowitz, mit dem er sich einen wichtigen Teil des klassischen und romantischen Repertoires erarbeitete. Er setzte sein Studium an der Hochschule in Wien bei Hans Kann fort und später bei Peter Wallfisch am Royal College of Music in London. Meisterkurse mit den Virtuosen Shura Cherkassky, Bruno Leonardo Gelber, Mieczyslaw Horszowski und vielen anderen vervollständigten seine Ausbildung. Es überrascht nicht, daß er jetzt Meisterkurse in Europa und Asien gibt, in denen er die musikalische Tradition weitervermittelt, die er selbst aus erster Hand erhalten hat. Kurse der letzten Zeit fanden an der Nanyang Academy of Fine Arts in Singapur, der Universität Shenzhen in China, der National Chiayi University in Taiwan, der Chinese Culture University und der Aletheia University in Taipei sowie an der Musikhochschule Mannheim statt.

Seit seinem ersten Radioauftritt im Alter von 16 Jahren hat er sich ein sehr großes Repertoire zugelegt und weltweit Konzerte gegeben. Er ist ein gern gesehener Gast bei internationalen Festivals und hat Konzertmitschnitte und Studioaufnahmen für Radio und CD gemacht. Seine CDs haben ihm auch viele Freunde in Asien gewonnen, wo er regelmäßig auf Tournee ist. In diesem Jahr wird er nach Konzerten in England, Schottland und Deutschland erneut zu Konzerten und Meisterkursen nach Taiwan und Singapur reisen.

Valentin Schiedermair wuchs in einer Familie mit einer starken Vorliebe für Mozart, Beethoven und romantische Musik auf. Sein Spiel ist geprägt von lyrischer Intimität und dramatischer Gestaltungskraft. Er beschäftigt sich intensiv mit dem historischen und biographischen Hintergrund der Musik, die er spielt, um ihr so nahe wie möglich zu kommen – und um das auch sein Publikum erleben zu lassen.